In Niedersachsen werden das Geschäftsklima in der AV-Medienbranche und die Aktivitäten der nordmedia positiv bewertet. Zu diesem Ergebnis kommt die Medienklimastudie, die in der Projektleitung von Sebastian Wolters, Referent der Geschäftsführung und Projektleiter Digital Media Cluster bei nordmedia im Auftrag des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr durch das unabhängige Institut für Journalistik und Kommunikationsforschung Hannover erstellt wurde. Als größtes Plus für den Standort wird das unverbrauchte und unterschätzte Entwicklungspotenzial hervorgehoben. Gefordert wird eine stärkere, aktiv fördernde Medienpolitik. Die Förderung und die Aktivitäten der nordmedia erhielten durchweg gute Noten. Besonders die Förderberatung und die Netzwerkveranstaltungen wie „Hands on HD“ und die „nordmedia Talks“ erhielten Bestnoten.
Geschäftsführer Thomas Schäffer sieht das Ziel der ersten Erhebung erreicht: „Wir haben eine gute Grundbasis zum besseren Verständnis unserer Klientel erhalten. Im Prozess der Erhebung konnten wir den Austausch mit den Marktteilnehmern intensivieren und wir haben wichtige Argumente für unsere Arbeit und die weitere Entwicklung der Förderung bekommen. Das nordmedia dabei gut bewertet wird ist uns eine schöne Bestätigung und gleichzeitig der Ansporn weiter mit Enthusiasmus, Professionalität und Kreativität die Rahmenbedingungen am Standort weiter zu verbessern.“
Mit der Befragung wurden Kerndaten, wie Unternehmensgröße, Anzahl der Mitarbeiter sowie Fragen zum wirtschaftlichen Klima innerhalb der audio-visuellen Medienbranche erhoben. Zudem wurden standortbezogene Fragen beantwortet, die eine Einschätzung der Marktchancen aus Sicht der Befragten ermöglichen. Schließlich wurden die Befragten gebeten, Prognosen u.a. zu wichtigen technologischen Entwicklungen und deren Relevanz für das eigene Geschäft abzugeben. Die Studie wurde zudem zum Anlass genommen, die Leistungen der nordmedia durch die Branche einschätzen zu lassen. Die empirische, nicht repräsentative Studie nutzt methodisch eine standardisierte, quantitative Online-Befragung. 266 Teilnehmer vornehmlich aus Niedersachen/Bremen sowie dem weiteren Bundesgebiet nahmen teil. Die Studie soll in regelmäßigen Abständen fortgeführt werden um im Besonderen Entwicklungen aufzuzeigen.
Medienklima
Insgesamt herrscht ein positives Geschäftsklima in der Medienbranche, sowohl die bisherige als auch die zukünftige Entwicklung für das eigene Unternehmen und für die Entwicklung der Branche in Gesamt-deutschland werden positiv bewertet. Es gibt aber einen Widerspruch zwischen der individuellen und der kollektiven Einschätzung: der Markt in Niedersachsen wird als weniger dynamisch betrachtet. Dies muss in erster Linie ein Imageproblem sein, denn wenn es den Unternehmen der Branche gut geht, kann es er Branche insgesamt kaum schlecht gehen. Die größten Herausforderungen für die Zukunft bestehen für die Unternehmen in der Finanzierung der Projekte und der Auftragslage.
Digitale Produktion wird als wichtigstes Themenfeld für die Zukunft gesehen – im Hinblick auf zukünftig wichtige Techniken wird HDTV an erster Stelle genannt.
Medienstandort
Insgesamt erscheint Niedersachsen als Medienstandort ein wenig farblos, die Unternehmen nennen keine oder nur wenige spezifische inhaltliche Stärken. Als größtes Plus wird das Entwicklungspotenzial des Landes gesehen. Auch die Existenz der nordmedia als Förderinstanz wird positiv hervorgehoben.
Besonders wichtig für die Standortentscheidung sind günstige politische Rahmenbedingungen sowie eine aktive Förderung. Genau dieser Punkt – gemeinsam mit einem Image und Flair als Medienstandort – scheint aber nach Ansicht der Befragten auf Niedersachsen nur wenig zuzutreffen.
Geschäftsaktivitäten im ersten Halbjahr 2008
Andere Medienunternehmen sind die wichtigsten Geschäftspartner der befragten Firmen, gefolgt von Unternehmen anderer Branchen.
Die Unternehmen sind meist in der Region am aktivsten, in der sie auch ihren Hauptstandort haben. So sind Unternehmen aus der Region Hannover hauptsächlich auch in Niedersachsen tätig und generieren den größten Teil ihres Umsatzes dort.
nordmedia
Die nordmedia spielt eine wichtige Rolle. Förderung und Eigenmittel sind die wichtigsten Finanzierungsmöglichkeiten für Projekte – Bankenfinanzierung hat nur einen untergeordneten Stellenwert. Die meisten, die bei der nordmedia Fördergelder beantragen, haben damit durchaus Erfolg: 71 Prozent der Antragsteller haben nach eigener Aussage mindestens ein Mal im Laufe der letzten Jahre Mittel erhalten. Die Förderaktivitäten der nordmedia werden positiv bewertet. Gewünscht werden aber flexiblere Beantragungszeiträume. Als konkreten Verbesserungsvorschlag nennen die Befragten, dass weniger große dafür aber mehr kleine Projekte gefördert werden sollten.
Von den Publikationen ist der Newsletter am Bekanntesten und auch die Veröffentlichung, die im Vergleich am meisten genutzt wird. Auch die Internetseite der nordmedia ist sehr bekannt – 88 Prozent nutzen die Seite mindestens gelegentlich. Zusätzlich gewünscht werden mehr Netzwerk- oder Kontaktveranstaltungen wie bspw. Stammtische oder ähnliches. Veranstaltungen, die bekannt sind, werden gut bewertet. Das beste Urteil erhält dabei „Hands on HD“.
Unternehmenskenndaten
Betrachtet man die Verteilung der Unternehmen auf die einzelnen Branchen, ist die Film- und TV-Branche mit gut 70 Prozent am stärksten vertreten. Drei Viertel der Unternehmen stammt aus Niedersachsen. Knapp jedes zweite befragte Unternehmen hat seinen Hauptsitz in der Region Hannover, 26 Prozent im sonstigen Niedersachsen. Einige der Unternehmen gibt es bereits sehr lange – ein deutlicher Anstieg an Unternehmensgründungen lässt sich in den 90er Jahren verzeichnen. Bei den Unternehmen in der Stichprobe handelt es sich meist um kleine Unternehmen mit nur wenigen Mitarbeitern. Die überwiegende Mehrheit der Befragten ist selbst Eigentümer des Unternehmens oder in leitenden Positionen tätig.
25.02.2011
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Projektleitung
Sebastian Wolters
Tel.: +49 (0)5 11-12 34 56-70
E-Mail: s.wolters@nordmedia.de
Projektassistenz
Ann-Kathrin Tegtmeier
Tel.: +49 (0)5 11-12 34 56-44
E-Mail: a.tegtmeier@nordmedia.de
Fax: +49 (0)5 11-12 34 56-29