Der "IT-Report Gesundheitswesen" ist aus einer Studie der Fachhochschule Osnabrück aus dem Jahr 2002 zur Erfassung von Informations- und Kommunikationstechnologie in deutschen Krankenhäusern enstanden.
An den Erfolg dieser "Ur-Studie" knüpfen nun die breiter angelegten Studien des "IT-Report Gesundheitswesen" an. Eine Besonderheit des "IT-Report Gesundheitswesen" sind die Tiefenanalysen, die für die niedersächsischen Einrichtungen durchgeführt werden. Des Weiteren konzentriert sich der "IT-Report Gesundheitswesen" immer auf ein oder mehrere Schwerpunktthemen.
Die Ergebnisse des IT-Reports zeigen, dass mehr als drei Viertel der Krankenhäuser über Kooperations- und/oder Integrierte Versorgungsverträge vernetzt sind. Jedoch schätzt nur ein Drittel der Häuser das Potenzial der Integrierten Versorgung als hoch ein.
Der aktuelle IT-Report Gesundheitswesen spiegelt die Veränderungen der deutschen Krankenhäuser während der letzten Jahre wider, die mehr und mehr eine umfassende IT-Infrastruktur aufbauen, um ihre internen Prozesse informatorisch zu begleiten. Dem Chandler’schen Leitsatz „structure follows strategy“ getreu werden diejenigen Krankenhäuser IT-Strukturen zur Vernetzung implementieren, deren Strategie in Richtung Kooperation ausgelegt ist. Und das sind laut Erkenntnis des IT-Reports Gesundheitswesen nicht wenige Häuser.
Mit dem IT-Report Gesundheitswesen 2008 liegt eine Doppelstudie vor, die sich zwei unterschiedlichen innovativen Themen im Krankenhaus widmet: Zum Einen der elektronischen Abbildung von Beschaffungsprozessen im Rahmen von eBusiness, zum Anderen der elektronischen Unterstützung der Pflegeplanung und –dokumentation und anderer pflegerischer Tätigkeiten im Rahmen von Pflegeinformationssystemen.
Beide Befragungen wurden unabhängig von einander durchgeführt und richteten sich auch an unterschiedliche Entscheidungsträger im Krankenhaus: an der eBusiness-Befragung nahm die kaufmännische Geschäftsführung der Häuser teil, während in der Studie zu den Pflegeinformationssystemen die Pflegedirektionen angesprochen waren.
Damit deckt dieser Report als Ganzes ein breites Themenspektrum jeweils aus einer anderen Perspektive ab und liefert statistische Daten zu Spezialgebieten, sowohl aus dem administrativen wie aus dem klinischen Bereich.
Mit der vorliegenden Veröffentlichung stehen die wichtigsten Befragungsdaten der Krankenhäuser und der Hersteller zur Lage der Informations- und Kommunikationstechnologie im deutschen Krankenhauswesen aus dem Jahr 2006 zur Verfügung.
Sie spiegeln den aktuellen Stand der IuKT vor Ort wider und geben Einblick in die Prioritäten und Bewertungen aus Sicht der Krankenhäuser und der Hersteller. Dabei werden erstmalig die beiden Sichten miteinander verglichen, was zu interessanten Erkenntnissen führt.
23.04.2010
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