Auf der CeBIT in Hannover wurde in diesem Jahr erstmalig die Medienfachkonferenz "Content – Creativity - Convergence", kurz C³ Conference, ausgerichtet. Vom 06.-09. März bot der neue Kongress Keynotes und Panels mit hochkarätigen Sprechern und aktuellen Fragestellungen rund um die Mediengattungen Musik, TV/Film, Print/Publishing. nordmedia war im Rahmen der Netzwerkarbeit von Medien & Wirtschaft Kooperationspartner der C³ Conference und aktiv an der Gestaltung der ersten zwei Konferenztage beteiligt.
Am Dienstag, den 06.03. drehte sich alles um connected Media und konvergente Inhalte. Experten aus verschiedenen Bereichen der Medienindustrie referierten und diskutierten über technische Entwicklungen, neue Geschäftsmodelle und die Zukunft der Branche. Bereits zum Auftakt der Veranstaltung war der Andrang am Stand der C³ Conference groß. Thomas Schäffer, Geschäftsführer der nordmedia, begrüßte die zahlreich erschienenen Zuschauer und übergab anschließend das Wort an Moderator Torsten Zarges, der an diesem Tag durch das Programm führte.
Den Anfang machten die Experten aus der Film- und Fernsehbranche. Richard Gutjahr vom Bayrischen Rundfunk eröffnete den Kongress mit seiner Keynote Video Kills The TV Star - Wie das Internet den Fernsehmarkt aufmischen wird. Im Anschluss an seinen Vortrag, in dem er auf Trends und aktuelle Entwicklungen im Bereich Social TV einging und sein neues Projekt "Rundshow" vorstellte, moderierte Richard Gutjahr ein Panel zu dem Thema Fernsehen war eigentlich schon immer sozial – was wird jetzt anders?. An der illustren Diskussionsrunde zur Zukunft des Fernsehens und den neuen Möglichkeiten und Geschäftsmodellen, die sich aus dem Rück-Kanal und Social Media Integration ergeben, nahmen Andrew Luedders, Director of Onlineplatforms bei ProSiebenSat1, Uwe Schnepf, Geschäftsführer von nacamar, Dr. Georg Ramme, Head of Commercial bei Endemol Worldwide Brands, Jens Hegenberger, Chief Marketing Officer bei Zapatino sowie Matthew DiPietro, Vice President Marketing bei JustinTV/TwitchTV, teil. Letzterer war es auch, der in der darauffolgenden Keynote Social TV and the Dawn of Digitally Native Content der Frage auf den Grund ging, wie Digital-Native Content die Fernsehindustrie in Zukunft verändern wird.
Oliver Kaltner von Microsoft Deutschland läutete mit seiner amüsanten und selbstironischen Keynote Microsoft und die Kraft des Designs den Nachmittag ein, an dem die technische und inhaltliche Konvergenz der Medien nun aus der Sicht von Hard- und Softwarehersteller beleuchtet wurde. Bertram Gugel, Blogger und Videoexperte moderierte im Anschluss das Panel Hardware, Software, Programm – the future of connected media. Hier ging es vor allem um die Frage: Welche hybriden Systeme setzen sich durch und welche Anforderungen haben die User?
Abgerundet wurde das umfassende Programm des ersten Konferenztages durch den Beitrag von Dirk Kauer, Leiter Produktentwicklung ProSiebenSat1, der am Beispiel von „The Voice of Germany“ Crossmedia Strategien analysierte und das Panel Konvergente Inhalte, Crossmedia und Transmedia Storytelling – der Schlüssel zu Kunden- und Zuschauerbindung? an dem neben Dirk Kauer auch Markus Bösch, freier Multimediajournalist für Deutsche Welle und das ZDF, Jens-Uwe Bornemann Head of Business Development & Strategie bei UFA Lab sowie Katharina Behrends, Geschäftsführerin Universal Networks Germany, teilnahmen.
Der Mittwoch stand ganz im Zeichen von Breitbandausbau, mobiler Informationsübertragung und der „Cloud“. Zum Auftakt des zweiten Konferenztages, der von Werner Lauff moderiert wurde, sprach Dr. Oliver Liersch, Niedersächsischer Staatssekretär für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, über Hochgeschwindigkeits-breitbandnetze als Träger des Internets.
Im Anschluss moderierte Prof. Dr. Susanne Boll, Professorin für Medieninformatik und Multimedia-Systeme an der Universität Oldenburg und Leiterin der Arbeitsgruppe Mobiles Digitales Leben des Netzwerkes Medien & Wirtschaft, das Panel Infotainment unterwegs und mobiles Entertainment – Warum warten bis der Konsument nach Hause kommt?. Vertreter der Automobil-, Telekommunikations- und Hörfunkbranche diskutierten hier angeregt über neue Entwicklungen im Bereich der mobilen Medien und technische Herausforderungen der ubiquitären Informationsversorgung.
Prof. Dr. Ulrich Reimers präsentierte in seiner Keynote The future of terrestrial broadcast – dynamic and hybrid aktuelle Erkenntnisse und neue Forschungsansätze aus der Forschungsarbeit des Instituts für Nachrichtentechnik der Technischen Universität Braunschweig zum Thema terrestrisches Fernsehen. Oliver Liesaus gab in seiner Keynote Bewegtbild in der Cloud – Wie Online Videoplattformen den Wandel beschleunigen einen Einblick in den rasant wachsenden Markt der Onlinevideowerbung und diskutierte im anschließenden Panel Flying images – Chancen und Risiken der Cloud mit Stefan Weitzer, Dr. Stefan Arbanowski, Ronald Fiedler, Dr. Rainer Zugehör und Tim Grevenitz Chancen und Herausforderungen von Cloud Computing für die Film- und Fernsehbranche.
Einen gelungenen Abschluss des zweiten Konferenztages bildete die Keynote Trends in der Videokommunikation von Unternehmen. Oder warum Youtube nicht mehr ausreicht von Dr. Rainer Zugehör. Der Geschäftsführer und Gründer von MovingIMAGE24 legte die zentralen Erfolgsfaktoren von Videos in Websites dar und erläuterte, warum unternehmerische Videokommunikation stets professionelle Videoeinbindung in die Corporate Website erfordert.
29.03.2012