Am 7. November 1963 erblickte Bernhard Wolter nach 14 Tagen völliger Dunkelheit wieder das Sonnenlicht. Er war der letzte von 11 längst tot geglaubten Kumpels, die bei dem wohl größten Gruben-Unglück in der deutschen Nachkriegszeit im niedersächsischen Lengede gerettet werden konnten. Vor vierzig Jahren ging das WUNDER VON LENGEDE in die Geschichte ein.
Erstmals live vor dem Fernseher konnte die gesamte Nation die dramatischen Rettungsaktionen mitverfolgen. Dabei wurde zum Beispiel über ein Mikrofon des NDR mit den Eingeschlossenen gesprochen oder Kameras in die Tiefe gelassen, mit denen die Kumpels Aufnahmen machten. Rund 440 Reporter aus aller Welt berichteten Tag und Nacht von dem Umglück und den Rettungsarbeiten.
Im Auftrage von Sat.1 drehte die Produktions- Firma Zeitsprung, Film und TV-Produktion aus Köln einen zweiteiligen Fernsehfilm, gefördert mit Mitteln das Landes Niedersachsen, der freien Hansestadt Bremen und der nordmedia Fonds GmbH.
Unter der Regie von Kaspar Heidelbach erzählt DAS WUNDER VON LENGEDE die Geschichte jener Männer und Frauen, die selbst dann noch nicht aufgaben, als alles verloren schien. Kein Katastrophenfilm, sondern eine gefühlvolle Darstellung der einzelnen Schicksale, die sich durch das Gruben-Unglück miteinander verbanden. Heino Ferch, Benno Fürmann, Heike Makatsch, Armin Rohde, Christian Karmann oder Günther Maria Halmer sind nur einige der Schauspieler, die das Schicksal der Verschütteten, der Witwen oder der Retter darstellen.
In Goslar entstand für die Dreharbeiten ein „Wasserstudio“. Um dort die Aufnahmen für die Flutung des Bergwerks zu realisieren, wurde ein gigantisches Stollensystem aufgebaut.
(Am Stollen-Modell: Produktionsleiter Peer Hartwig).
In Miniatur läßt sich die Szenerie im „Alten Mann“ (ein toter Stollen, inden sich die Bergarbeiter seinerzeit retten konnten) schon erahnen (Foto).
Zahlreiche Arbeiter realisierten unter der Anleitung von Szenenbildner Götz Weidner (u.a. DAS BOOT, U-571) die Szenerie, die vom Modell vorgegeben wurde (Foto: Arbeiten am „Alten Mann“)
Nebenan in Rammelsberg (Foto) befindet sich ein altes Bergwerk, welches nach seiner Schließung zu einem Museum umgebaut wurde und als Weltkulturerbe anerkannt ist. Ein direkter, befahrbarer Bergzugang - die Bergeschachtstrecke" ermöglicht Drehaufnahmen untertage, ohne aufwendig über Förderkörbe einfahren zu müssen.
Von Januar bis April 2003 wurde gedreht. Weitere Drehorte waren die Schachtanlage Bergmannssegen-Hugo in Lehrte bei Hannover (Foto) sowie mehrere Originalschauplätze in und um Lengede. Der TV-Zweiteiler wird im Novermber 2003 ausgestrahlt. Mehr Infos hier.
25.09.2009
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