Nach 26 Drehtagen und Aufnahmen in Vechta und Wolfenbüttel fiel in Hannover die letzte Klappe zu DIE GEISEL von Regisseur Christian Görlitz (mitte).
Suzanne von Borsody und Jürgen Vogel spielen in dem Drama über die Geiselnahme 1996 in Celle die Hauptrollen.
Warum der Dreh in Niedersachsen? Im Ausland hätte er in leeren Knästen drehen können, erklärt Görlitz, aber in den vollbesetzten Gefängnissen in Vechta und Wolfenbüttel waren die Drehbedingungen viel besser, die Gefängnisleitungen sehr kooperativ und die Häftlinge begeistert von der willkommenen Abwechslung.
Auch die beiden Schauspieler sind voll des Lobes: Hannover ist eine tolle Filmstadt, die Leute sind nett und offen. Im Gegensatz zu Berlin oder München reagiert hier niemand genervt auf Filmteams.
Gedreht wurde ein Telefonat in der Kneipe Bismarck Bahnhof (Foto), das Umweltministerium wird im Film zu einem Polizei-Präsidium und das Neue Rathaus spielt den Landtag.
Nachts um zwei Uhr wurde auch der neu gestaltete Bahnhof zum Filmschauplatz, hier wird der Skandal am Ende aufgedeckt. Bei der Nord L/B war man anfangs ein wenig skeptisch, als es um die Anfrage ging, dort einen Film mit dem Titel DIE GEISEL zu drehen. Aber nach etwas Überzeugungsarbeit wurde das Team in der Bank sehr nett aufgenommen, berichtet Regisseur Görlitz.
DIE GEISEL, eine Koproduktion der ndF-neue deutsche Filmgesellschaft mbh mit dem NDR für Das Erste, gefördert von der kulturellen Filmförderung des NDR in Niedersachsen, beruht auf den Ereignissen vom Februar 1996, als die Gefängnisdirektiorin der Celler JVA Salinenmoor sich als Austauschgeisel anbietet. Eine politisch brisante Geschichte über die unvorstellbaren Entwicklungen, die seinerzeit der dramatische Vorfall nach sich zog.
Am letzten Drehtag stellte sich das Team der Presse. Die ARD strahlt DIE GEISEL im Oktober 2003 aus. Mehr Infos hier.
Weitere Informationen:DIE GEISEL
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